von links: Bürgermeisterin Claudia Felden, Landtagsabgeordneter Norbert Knopf und Gemeinderat Michael Reinig

 

Der Grund seines Besuchs galt allerdings nicht in erster Linie unserem schönen Hallenbad, sondern Norbert Knopf informierte sich über Ausstattung und Funktionsweise der „Toilette für alle“, die sich im Foyer des Hallenbads befindet. Darunter versteht man ein Rollstuhl-WC mit zusätzlicher Pflegeliege, Lifter und ganz viel Bewegungsfläche für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die keine Toilette nutzen können, die inkontinent sind und daher Windeln tragen und diese im Liegen wechseln müssen.

Unter dem Motto »Windelwechsel auf dem Fußboden? Nein, danke!« sieht die Vereinigung „Toiletten für alle »changing places« Baden-Württemberg“ in der Einrichtung solcher Toiletten einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. Bürgermeisterin Claudia Felden lobte die unbürokratische und umfassende finanzielle Förderung durch das Land, die sich wohltuend vom Prozedere anderer Fördermaßnahmen abhob. Sämtliche Standorte in Baden-Württemberg sind zu finden unter: www.toiletten-fuer-alle-bw.de

In einer anschließenden Gesprächsrunde wurde aufgrund der aktuellen Energiekrise die Frage möglicher Einsparpotentiale im Bäderpark intensiv diskutiert. Bäderparkchef Tobias Hornisch und der Leiter der Technischen Betriebe Rudi Kuhn machten allerdings deutlich, dass man in der Vergangenheit schon sehr erfolgreich den Energiebedarf reduziert und damit in erheblichem Umfang auch Kosten eingespart habe.

Für den anstehenden winterlichen Hallenbadbetrieb ist im Schwimmerbecken eine geringfügige Temperaturabsenkung geplant, eine Schließung sei jedoch aufgrund der Wärmezufuhr durch das Blockheizkraftwerk und dem damit verbundenen energetischen Ringschluss mit der Realschule und dem Sportpark nicht vorgesehen. Bürgermeisterin Felden betonte darüber hinaus die Notwendigkeit des schulischen Schwimmens nach zwei Jahren Corona-Abstinenz. Norbert Knopf – selbst leidenschaftlicher Schwimmer – vernahm‘s mit Wohlgefallen.

von Michael Reinig